Win-Win-Situationen schaffen

„Im Endeffekt geht es darum, eine Win-Win-Situation zu schaffen“

Interview mit HHL Part-time-M.Sc.-Student Thorben Grubert (22), IT-Consultant bei der mindsquare GmbH

Wenn der Wunsch nach einer universitären Weiterbildung neben dem Beruf gereift ist: Wie kann man sich am besten auf das Personalgespräch mit dem Vorgesetzten vorbereiten?

Der Wunsch kam bei mir schon recht früh auf. Ich hatte mein duales Studium bei IBM absolviert und bin dort auch erstmals auf das berufsbegleitende Masterprogramm aufmerksam geworden, das u. a. in Kooperation mit der HHL angeboten wird. Ich habe mich dann jedoch dazu entschieden, bei meiner jetzigen Firma mindsquare anzufangen und schon sehr weit im Voraus alle möglichen Alternativen hinsichtlich der verschiedenen Hochschulen, Kosten, zeitlichem Aufwand und organisatorischer Umsetzung aufgestellt und miteinander verglichen. Daraus erstellte ich einen klaren Business-Case mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen, bevor das Bewerbungsgespräch mit meinem neuen Arbeitgeber anstand.

Gibt es den perfekten Zeitpunkt, um mit dem Thema aufzuwarten?

Meiner Meinung nach ist der perfekte Zeitpunkt immer dann, wenn ohnehin eine Veränderung ansteht, beispielsweise ein neuer Job oder die die Übernahme von mehr Verantwortung im Beruf. Das Momentum, das durch diese Veränderung entsteht, kann meines Erachtens sehr gut dazu genutzt werden, weitere organisatorische Änderungen durchzuführen, wie den Beginn eines berufsbegleitenden Studiums zu markieren. Persönlich kann ich es nur sehr empfehlen, diesen Zeitpunkt zu nutzen und den Aufwand direkt mitzunehmen, denn es geht dann für beide Seiten – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – wesentlich schneller und reibungsloser.

Welche Argumente sind besonders wirksam, wenn es darum geht, den Vorgesetzten von den Teilzeit-Master-Plänen zu überzeugen?

Ich bin immer ein großer Freund von Ehrlichkeit und Offenheit und dem entsprechend auch davon meine Motivation ganz klar darzulegen. In meinem Fall war es der Wunsch, später noch eine Dissertation dranzuhängen, um mich entsprechend weiterzubilden. Ich bin mir sicher, dass das klare Aufzeigen von Wissenshunger und dem Drang, besser zu werden, bei jedem Arbeitgeber ein geschätzter Charakterzug ist.

Des Weiteren ist ein Master in Management eine sehr gute Möglichkeit, das Rüstzeug zu erhalten, um sich in einer komplexer werdenden Business-Welt zurecht zu finden und in diesem Kontext agieren zu können. Zudem werden durch das Studium interne Schulungen weniger notwendig und der Arbeitgeber kann an dieser Stelle das ein oder andere Seminar einsparen, das durch die HHL bereits abgedeckt wird. Darüber hinaus ist der Wissenstransfer nicht zu unterschätzen. Die HHL ist als äußerst aktive Forschungseinrichtung mit sehr praxisnahen Themen bekannt. Dies ermöglicht es den Studierenden, die theoretischen, neuen Erkenntnisse mit in das Unternehmen zu bringen und dort mit konkretem Mehrwert, beispielsweise in der Mitarbeiterführung, umzusetzen.

Wie spricht man das Thema Arbeitgeber-Beteiligung bei den Studienkosten am besten an?

Ich war mir von Anfang an bewusst, dass die Unterstützung des berufsbegleitenden Studiums immer ein Entgegenkommen des Arbeitnehmers ist, sei es die Übernahme von Studiengebühren, der Reise-, Übernachtungs- oder Materialkosten oder in Form eines zusätzlichen Bildungsurlaubs. Ich persönlich habe in meinem Vorstellungsgespräch nicht über das Gehalt im Job verhandelt, sondern mir die Kostenübernahme für das Masterstudium gewünscht. Das passt wiederum gut zur klaren Kommunikation der Motivation, dass mir der Master sehr wichtig ist. Auf der einen Seite stellt die Übernahme von Master-Studiengebühren ähnlich einem Firmenwagen oder der betrieblichen Altersvorsorge für den Arbeitgeber einen steuerlichen Vorteil dar, auf der anderen Seite bringt es dem Arbeitnehmer einen großen persönlichen Vorteil.

Im Endeffekt geht es darum, eine Win-Win-Situation zu schaffen. Ich wollte mich neben meinem sehr IT-spezialisierten Job in wirtschaftlicher Hinsicht fortbilden und mir war klar, dass ich das Beste aus beiden Welten vereinen möchte. Auch die betriebliche Mitarbeiterbindung, die entsteht, ist für beide Seiten förderlich, da sie dem Arbeitgeber Planungssicherheit und mir eine Übernahme der Studiengebühren ermöglicht.

Wieso ist Ihre Wahl bei der Suche nach einem M.Sc.-Teilzeitstudium auf die HHL gefallen?

Die Wahl viel relativ eindeutig aus. Erstes großes Interesse an der HHL hatte ich durch das Financial Times-Ranking, bei der die Hochschule sehr gut abgeschnitten und mehrfache Erfolge vorzuweisen hatte, sowohl national als auch international. National hat die HHL den klaren Vorteil des zeitlichen Aufbaus, der sehr gut mit dem Job kombinierbar ist. Hinzu kam, dass es einen Campus in Köln gibt, der zentral liegt und somit gut zu erreichen ist. Zudem hatte ich zwei Probevorlesungen besucht, die mir besonders gefallen und mich neugierig gemacht haben. Auch die äußerst hochkarätigen Lebensläufe der Dozenten haben mich überzeugt, ebenso das Auslandssemesters an einer der renommierten Partneruniversitäten sowie die Möglichkeit, im Nachgang noch ein Doktorandenstudium an der HHL aufnehmen zu können.


Eine ausführliche Vorabrecherche