Joseph A. Maciariello – Ehrendoktor

„Drucker hatte drei grundlegende Interessen, die in seiner Arbeit zum Ausdruck kommen, und nunmehr auch im Leipziger Führungsmodell. Sie alle sind geprägt von seinen europäischen Wurzeln sowie amerikanischer Geschichte und Unternehmensführung. Zunächst beschäftigte er sich mit dem Gleichgewicht zwischen Kontinuität und Veränderung. Seine Arbeit zum Unternehmertum folgte als eine natürliche Konsequenz dessen. Zudem interessierte er sich für die Freiheit, die Würde, den Status des Menschen in der modernen Gesellschaft, die Rolle und Funktion der Organisation als Instrument menschlicher Errungenschaften, persönliches Wachstum und menschliche Erfüllung sowie die Notwendigkeit des Einzelnen sowohl für die Gesellschaft als auch für die Gemeinschaft. Drittens arbeitete er daran, die Bedingungen für eine legitime Autorität in allen Organisationen der Gesellschaft zu schaffen.

Das Leipziger Führungsmodell reflektiert in besonderem Maße Druckers Vision in allen drei Aspekten. Es stellt die tiefer liegende Frage nach der Bestimmung (Purpose) in den Mittelpunkt und beschreibt damit Führung so, wie sie auch Peter Drucker verstand: als Liberal Art.

Wertschöpfung, Management als Disziplin und Ergebnisse sind zentrale Themen seiner Schriften. Führungskräfte sind dafür verantwortlich, Werte für ihre Kunden zu generieren, Ergebnisse für ihre Organisation und die Gesellschaft zu erzielen und über ihre primären Grenzen hinauszugehen, um sozial wünschenswerte Ergebnisse zu erreichen. Drucker arbeitete stets an der Kongruenz zwischen den Interessen der Gesellschaft und derer des Einzelnen mithilfe der Organisation als vermittelnder Institution.“

Prof. Joseph Maciariello (Drucker Institute)

 

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