Der beste CFO des Jahres wird zum dritten Mal in Leipzig gekürt. Allianz erringt knappen Sieg

Investors' Darling 2016

Relevanz und Transparenz versus Informationsüberfluss und Informationsinkonsistenz: Diese und andere Herausforderungen der Finanzkommunikation hat der Versicherungsriese Allianz mit seiner hervorragenden Finanzkommunikation am besten für das Jahr 2016 gemeistert. Entsprechend verdient erringt die Allianz SE den vom manager magazin und der HHL Leipzig Graduate School of Management vergebenen Titel Investors‘ Darling 2016.

Die Allianz SE hat in allen Bereichen weit überdurchschnittliche Werte erreicht. Besonders groß ist der Abstand zu den anderen Unternehmen im Bereich Reporting. Der Vorjahressieger Daimler erreicht einen guten sechsten Platz im diesjährigen Wettbewerb und bestätigt damit seine Kommunikationskompetenz von Finanzinformationen. Einen sehr starken zweiten Platz nimmt der DAX-Neuling ProSiebenSat.1 Media Group ein – dicht gefolgt von der drittplatzierten Merck KGaA.

Mit dem im Jahre 2014 erstmalig vom manager magazin und der HHL Leipzig Graduate  of Management durchgeführten Wettbewerb „Investors‘ Darling“ wird die Qualität der Finanzkommunikation in Deutschland auf den Prüfstand gestellt. Das Team um Prof. Henning Zülch, Inhaber des Chair of Accounting and Auditing an der HHL hat es sich in diesem Zusammenhang zur Aufgabe gemacht, den besten deutschen CFO bzw. Finanzvorstand auf der Basis eines einmaligen Bewertungssystems zu küren. Mit seinem RIC-Modell und einem Team von 25 Analysten bewertet Zülch die Kommunikationsqualität im Bereich des Reporting (R), der Investor Relations (I) aber auch die Reaktion der ausgesandten Informationen am Kapitalmarkt (Capital Market) der 160 größten deutschen börsennotierten Aktiengesellschaften. Am Ende steht dann der Liebling der deutschen Investoren fest, der Kapitalmarktstratege bzw. CFO des Jahres.

Im dritten Jahr in Folge konnten das Gros der 160 untersuchten Unternehmen eine Verbesserung im Bereich Reporting erzielen, wobei immer noch Verbesserungspotenziale in allen Unterbereichen konstatiert werden müssen. Im Geschäftsbericht konnte insbesondere eine signifikante Verbesserung der Chancen- und Risikoberichterstattung festgestellt werden. Die Güte des Halbjahresberichts hat sich in den Bereichen Geschäftsmodell und Strategie sowie in der Kapitalmarksektion ebenfalls verbessert. Der Bereich Investor Relations schneidet zwar weiterhin schlechter ab als der Bereich Reporting, hat sich aber in Summe ebenfalls positiv entwickelt. „In der Dimension Investor Relations hat die Analyse ergeben, dass vielfach Kapitalmarktinformationen und eine konsistente Wertmanagement-Berichterstattung in Gänze fehlen und somit das Gesamtergebnis hierdurch geschmälert wird“, so Zülch. Die Dimension Capital Markets zeigt sich gegenüber dem Vorjahr relativ konstant: Während in der Perception Study eine nur äußerst geringfügige Verschlechterung beobachtet werden kann (Durchschnitt: „voll befriedigend“), bleibt der Teilbereich Kapitalmarktperformance konstant. „Trotz aller zu begrüßenden Verbesserungen im Vergleich zu den Vorjahren bleibt nach wie vor viel Luft nach oben in der Finanzkommunikation deutscher Konzerne – bei den Kleinen und auch bei den Großen“, fasst Zülch die dieses Jahr gewonnenen Erkenntnisse zusammen.

Link zum aktuellen Artikel im manager magazin: https://heft.manager-magazin.de/digital/#MM/2016/10/146976607