HHL-Gründerstudie: Deutschland verliert Gründerdynamik

Am Ende des Jahres 2016 wird es in Deutschland etwa 33.000 weniger Unternehmen geben als zu Beginn des Jahres. Wie im vergangenen Jahr geht auch die Anzahl der Unternehmensneugründungen in 2016 spürbar zurück. Wirtschaftsexperten machen dafür u.a. eine schlechte Gründerkultur in Deutschland sowie zu geringes Risikokapital verantwortlich. Das ist das Ergebnis einer Studie der HHL Leipzig Graduate School of Management, die Rektor Prof. Dr. Andreas Pinkwart gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden der FDP, Christian Lindner, bei einer Presseveranstaltung am 28. November 2016 vorgestellt hat.

„Die Bedingungen für innovative Startups sind in Deutschland nicht gut genug, um eine Trendwende zu mehr Gründungen einleiten zu können“, so Prof. Pinkwart. In anderen Ländern, wie etwa den USA oder China, stünde bis zu 20 Mal mehr Wachstumskapital für neue Unternehmen zur Verfügung. Für die Trendumkehr schlägt die HHL innerhalb ihrer Studie u.a. ein Startup-Stipendium vor. Damit soll das persönliche Risiko in der Frühphase einer Unternehmensgründung für die Gründer verringert werden. HHL-Rektor Pinkwart erläutert: „Die Vergabe des Startup-Stipendiums kann durch erfahrene und dezentral agierende Institutionen wie Inkubatoren, Akzeleratoren oder Technologiegründerzentren zielgerichtet erfolgen.“

hier geht es zur Gründerstudie » www.hhl.de/gruenderstudie