Eine Frage der Absprache

Ich möchte Teilzeit studieren. Wann und wie unterstützt der Arbeitgeber?

Im Laufe des Berufslebens kommt beim Arbeitnehmer nicht selten der Wunsch nach einer außerbetrieblichen Weiterbildung auf. Die Angebote hierzu variieren stark nach Inhalt und Format. Worauf achtet jedoch der Arbeitgeber? Welche Unterstützung kann der Chef anbieten? Barbara Texter, Head of Employer Branding Germany beim Automobilzulieferer Continental AG und Vorgesetzte eines Teilzeit-M.Sc.-Studenten der HHL Leipzig Graduate School of Management, sagt generell: „Wichtig ist, dass der Mitarbeiter die Fähigkeiten mitbringt, die für eine Teilzeit-Stelle mit Studium notwendig sind und er seinen Job gut macht.“ Im Business-Bereich sieht die HR-Expertin das Teilzeit-Studium generell als persönliche Weiterentwicklung des Mitarbeiters. Zu den Vorteilen solch einer externen Weiterbildung sagt sie: „Im Studium trifft man auf einen anderen Kreis von Menschen aus verschiedenen Unternehmen, was einen Blick über den Tellerrand und einen intensiven Austausch mit anderen erlaubt. So ein externes Netzwerk ist in vielen Bereichen auch extrem wichtig, das man intern nicht oder nur sehr schwer aufbauen kann.“


Welche Möglichkeiten der Unterstützung für ein Teilzeit-Management-Studium haben Unternehmen?

Persönliche Rückendeckung: Verständnis von der eigenen Abteilung und dem Vorgesetzten, wenn es im Studium mal stressig ist

Finanzielle Entlastung: Teilweise bis vollständige Übernahme der Studiengebühren durch das Unternehmen

Zeitliche Flexibilität: u.a. zusätzlichen Urlaub für Präsenzphasen, reduzierte Arbeitsstunden, unbezahlten Urlaub oder auch Sabbaticals


Wichtig für den Chef: persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter

Die persönliche Weiterentwicklung durch eine Weiterbildung außerhalb des eigenen Unternehmens spricht auch Timm Funke, Personalleiter bei der IT-Beratung mindsquare an. „Wir unterstützen gern Mitarbeiter, die eine große Lernbereitschaft sowie den unbedingten Wille zur persönlichen Weiterentwicklung zeigen.“

Und wie schauen konkrete Unterstützungen seitens der Arbeitgeber aus? „Grundsätzlich handelt sich um individuelle Absprachen zwischen dem Vorgesetztem und seinem Mitarbeiter“, so Barbara Texter. „Es gibt Abteilungen, die finanzieren einen Teil des Studiums. In unserem Fall haben wir dem Mitarbeiter das Teilzeitmodell angeboten und somit eine zeitliche Unterstützung angeboten, um die Vereinbarkeit von Studium und Beruf zu gewährleisten. Dabei wird das Teilzeit-Modell in der Arbeit auf die jeweiligen Stundenpläne und größere Projekte an der Uni abgestimmt.“

Flexible Regelungen möglich

Flexibel reagiert auch die IT-Beratung mindsquare, wenn Mitarbeiter sich extern weiterbilden möchten. „Wir bieten prinzipiell die Vereinbarkeit, die der Mitarbeiter sich wünscht“, so Personalleiter Timm Funke. Das Standardmodell innerhalb des Unternehmens sieht vor, in Vollzeit zu arbeiten, nebenbei zu studieren und für Präsenzphasen Urlaub zu bekommen. Wie individuell die Unterstützung bei mindsquare ist, zeigen Fünf Mitarbeiter bei mindsquare absolvieren derzeit ein Master-Studium. Jeweils mit fünf individuellen Abstimmungen, d.h. das Standardmodell, ein Modell mit reduzierten Arbeitsstunden, unbezahltem Urlaub oder einem Sabbatical.

Bedingungslose Unterstützung

 

Keine Standard-Lösung