Der Management-Master zahlt sich aus

psychologist Martina Beermann, Director of Employer Relations and the Career Service

Im Interview spricht Diplom-Psychologin Martina Beermann, Director Employer Relations und Career Service an der HHL Leipzig Graduate School of Management, über den Management-Master (M.Sc.), seine Vorteile bei der Karriere und beim Gehalt. Beermann ist zertifizierte Prozessberaterin mit über 25-jähriger Erfahrung in den Bereichen Personalentwicklung, -vermittlung und Karriereservice. An der HHL beschäftigt sie sich mit der Karriereentwicklung (Eignungsdiagnostik, Karrierestrategien, Bewerbungsmethoden, Aufstiegskompetenz) künftiger Führungskräfte.

Warum würden Sie als Karriere-Expertin zum Master-of-Science raten?

Auf den ersten Blick wirkt auch ein Bachelor-Abschluss attraktiv. Er erfährt mehr und mehr Anerkennung bei den Arbeitgebern. Schaut man jedoch einmal genauer hin, so fällt auf, dass es bei den Einstiegsgehältern von Bachelor-Absolventen enorme Unterschiede gibt. In vielen Fällen gleichen sie sich im Laufe der Karriere nicht wieder aus. Zudem sind die Karriereperspektiven mit einem Bachelor-Abschluss ab einem bestimmten Punkt begrenzt. Insbesondere dann, wenn man eine Führungslaufbahn anstrebt. Hierfür wird ein breiteres, vertiefendes Wissen verlangt.

Führt der Bachelor folglich in die Sackgasse?

Wer nach dem Bachelor erst einmal den Berufseinstieg wählt, was auch durchaus ein attraktiver Weg sein kann, und dann noch einen Master-Abschluss erwerben möchte, kann dies idealerweise auch berufsbegleitend tun. Das Thema lebenslanges Lernen wird zukünftig aufgrund unserer dynamischen Umwelt und der Halbwertzeit des Wissens noch stärker in den Fokus rücken.

Wodurch zeichnen sich Absolventen mit einem Management-Master aus?

Aufgrund ihres Alters bringen die Management-Master oder kurz: MScler beim Jobeinstieg eine gewisse Reife mit. Dadurch findet man eine ganz andere, positive Akzeptanz beim Kunden. Viele, die an der HHL den Master machen, wählen den Königsweg der Karriere und starten in einer Unternehmensberatung. Da sind die Auftraggeber größtenteils gestandene Manager, nicht selten auf Vorstandsebene. Mit dem Management-Master erwerben die Studenten nicht nur fachliches Wissen – insbesondere im Bereich Strategie, Finanzen, Entrepreneurship – sondern auch Soft-Skills.

Warum sind Soft-Skills notwendig?

Oft ist es so, dass die Absolventen keinerlei Probleme im fachlichen Bereich haben. Wo es aus Unternehmenssicht im Berufsalltag oft hapert ist auf der Kommunikationsebene. Und hier setzt der Master an. Die HHL bietet in diesem Zusammenhang Kurse wie „Problem Solving and Communication“ oder „Negotiation“ an.

Und wie zahlt sich der M.Sc. beim Gehalt aus?

Während das durchschnittliche Anfangsgehalt eines wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor-Absolventen bei 36.000 Euro liegt, erhalten die BWL-Master-Absolventen einer staatlichen Hochschule 42.000 Euro. Das Einstiegsgehalt eines M.Sc.-Absolvent der HHL liegt hingegen bei 60.000 Euro. Schaut man sich die Gehaltszahlen drei Jahre nach Studienabschluss an, so kommen die HHL-Absolventen laut des aktuellen Financial-Times-Rankings europaweit auf Platz 2, weltweit unter die Top-5 der besten Business-Schools.

 

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