Der Global Executive MBA passt zu meinen Karriereperspektiven

Vinicius Petroni, Manager bei dem global operierenden irischen Industrieunternehmen Eaton Corperation, sowie Kuralai Manasbayeva, Leiterin Finanz- und Rechnungswesen bei dem Autobauer Toyota, berichten im Interview mit Maximilian Hofmann (HHL) über ihre Erfahrungen mit dem berufsbegleitenden Studium im Global-Executive-MBA-Programm der deutschen HHL Leipzig Graduate School of Management und der spanischen Escuela de Alta Dirección y Administración (EADA). Der 37-Jährige, der neben der US-amerikanischen, die brasilianische und die italienische Staatsbürgerschaft hat, und die 43-jährige Kasachin thematisieren dabei die Punkte Internationalität, Netzwerk, Work-Life-Balance sowie die persönlichen Erfahrungen im Neuro-Lab, dem besonderen Coaching-Angebot innerhalb des internationalen Führungskräfteprogramms.

Das Global-Executive-MBA-Programm der HHL und der EADA hat eine starke internationale Ausrichtung. Ein Blick auf Ihren Lebenslauf verrät, dass Sie nicht weniger international orientiert sind. Was sind für Sie die Hauptaspekte, weshalb Sie sich für diesen Studiengang entschieden haben?

Kuralai Manasbayeva: Das Programm passt sehr gut zu mir, da ich Vollzeit arbeite und das auch während des Studiums nicht aufgeben möchte. Die unterschiedlichen Standorte finde ich zudem sehr interessant. Man kann dadurch von anderen Kulturen lernen. Das ist besonders von wichtig, wenn man wie ich für ein internationales Unternehmen arbeitet. Darüber hinaus möchte ich mich in den Themenfeldern Management, Strategie, Marketing und auch Finanzen weiter fortbilden. Auch wenn ich als Finanzmanagerin arbeite, heißt das nicht, dass ich schon ausgelernt habe – es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Ferner sehe ich den Global Executive MBA als einen äußerst profunden, wissenschaftlich-basierten, mikroökonomischen Management-Studiengang.

Vinicius Petroni: Die große Vielfalt an Nationalitäten und Backgrounds meiner Kommilitonen ist definitiv ein wichtiges Element. Hätte ich mich für ein MBA-Studium in den USA entschieden, wäre die Klasse sicherlich wesentlich homogener und weniger vielfältig ausgefallen. Ich habe mich bewusst nach einer bunt gemischten Klasse umgesehen und dieser EMBA bietet mir das. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Standort der beiden Universitäten. Deutsche und Spanier haben eine stark abweichende Sicht auf viele Dinge als die Amerikaner. Das öffnet die Augen für völlig neue Perspektiven. Darüber hinaus bieten die Module des Global Executive MBA ein tolles Gesamtpaket. Die Summe dieser Faktoren passt meines Erachtens perfekt zu meinen langfristigen Karrierezielen.

Wie können Sie auch von dem Erfahrungsschatz Ihrer Kommilitonen und dem Netzwerk profitieren?

Kuralai Manasbayeva: Allem voran genieße ich es sehr, gemeinsam mit 15 spannenden Menschen aus zwölf Ländern der ganzen Welt zu studieren. Ich bin glücklich, dass wir uns so gut verstehen und es sich nach lediglich zwei Wochen bereits so anfühlt, als würden wir uns ewig kennen. Es gibt keine Hemmungen, Wissen und Gedanken zu teilen und man kann sich sicher sein, dass man Hilfe bekommt, wenn man sie braucht. Man bekommt jeden Tag eine Vielzahl neuer Einsichten und profitiert ungemein von der Erfahrung der anderen.

Vinicius Petroni: Ein sehr wichtiger und interessanter Aspekt von Vielfalt ist, dass Vielfalt allein gesehen nutzlos ist. Erst durch Inklusion wird Vielfalt zu etwas Gutem. Unser Gruppenbildungsprozess hat in der Storming-Phase vielleicht etwas länger gedauert. Wenn man jedoch verstanden hat, wie sich die Mitmenschen verhalten, was sie zum Team beitragen und welchen Standpunkt sie vertreten, kann man richtig integrieren und letztlich auch eine bessere Führungskraft werden. So kann jeder Einzelne von den anderen unserer Gruppe profitieren.

Stichwort Work-Life-Balance: Welche Facetten des Global Executive MBA erlauben es Ihnen, Arbeit, Familie und Studium unter einen Hut zu bringen?

Vinicius Petroni: Die Anzahl der Module war für mich persönlich entscheidend bei der Wahl des Führungskräfteprogramms. Ich bin voll berufstätig, trage Verantwortung und es gibt immer viele Dinge zu erledigen. Deshalb ist es wichtig für mich, dass ich in der Arbeit nicht für längere Zeit fehle. Entsprechend ist es von Vorteil, dass die Präsenzphasen jeweils nur eine Woche pro Quartal in Anspruch nehmen. Die Zeitblöcke zwischen den Modulen geben uns die Möglichkeit Dinge zu vertiefen. Ich nutze dafür die Zeit am späten Abend und am Morgen. Der Lernstoff überfordert einen nicht und ist gut zu bewältigen. Somit ist noch genug Zeit nach Feierabend für die Familie, gerade wenn man die Zeit, die man normalerweise vor dem Fernseher verbringt, sinnvoll nutzt. Darüber hinaus steht meine Firma absolut hinter mir und dem EMBA-Programm und hat mir ein paar zusätzliche Urlaubstage genehmigt, sodass nicht der gesamte Urlaubsanspruch für die Module verwendet werden muss.

Kuralai Manasbayeva: Natürlich stellt die Vereinbarkeit schon eine kleine Herausforderung dar. Meine Familie und besonders mein Mann unterstützen mich jedoch sehr beim EMBA-Programm. Meine Kinder sind auch schon fast erwachsen, das macht es etwas einfacher. Die Module waren daher ein ausschlaggebender Faktor bei der Entscheidung für den Global Executive MBA, da sie es mir erlauben, gut im Voraus zu planen, sodass ich sowohl im Beruf wie auch privat wichtige Dinge immer vorab erledigen kann.

Führungskräftecoaching und -schulungen sind ein wichtiger Teil Ihres Studiums: Wie ist Ihre Erfahrung mit dem Neuro-Training-Lab, dem Lernlabor der EADA?

Vinicius Petroni: Das Neuro-Training-Lab, wo wir reale Situationen aus dem Alltag einer Führungskraft durchspielen können, ist definitiv eine interessante Erfahrung. Wie reagiert man, wenn die Dinge sich nicht entwickeln, wie man es möchte und was kann man dabei als Führungskraft verbessern? Besonders wenn man im Neuro-Training-Lab Leute um sich hat, die beobachten, wie man mit einer bestimmten Situation umgeht. Die hierbei erhaltenen Einblicke waren sehr hilfreich für mich. Mir wurde empfohlen, in bestimmten Situationen schneller zum Punkt zu kommen. Manchmal, so riet man mir, müsse ich meine Botschaft etwas schneller liefern, mich danach zurücknehmen, weniger reden und die anderen Parteien verhandeln lassen. Ich freue mich schon sehr auf weitere dieser Coaching-Einheiten.

 

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Über den Autor

Lis Schulz
Online Marketing Manager an der HHL