Das Beste aus zwei Welten: der Teilzeit-Master

Part-time Master Teilzeit-Master

Teilzeit-Studiengänge sind in Deutschland rar gesät. Dabei bietet ein berufsbegleitender Master einen idealen Weg, der Karriere einen Schub zu geben.

In der Arbeitswelt sind Teilzeit-Modelle längst keine Besonderheit mehr. Bei der akademischen Ausbildung dagegen schon: Laut einer Analyse des CHE Centrum für Hochschulentwicklung kann nur jeder zehnte Studiengang in Deutschland auch in Teilzeit studiert werden.

Das ist ein Problem, denn immer mehr Menschen erwarten, dass sie nicht nur ihren Arbeitsalltag, sondern auch ihre Ausbildung flexibel gestalten können. Dazu kommt eine steigende Zahl von Menschen, für die ein Studium überhaupt nur mit flexiblen Modellen möglich ist: die dynamischen Aufsteiger.

Ihr Anteil hat durch den Bologna-Prozess, also die Umstellung auf Bachelor und Master, noch einmal zugenommen. Durch G8, dem Abitur nach der zwölften Jahrgangsstufe, kommen sie bereits im Alter von 18 Jahren an die Uni und suchen vielfach, wie in den USA und anderen angelsächsischen Ländern,  nach dem Bachelor ihre erste berufliche Herausforderung. Im Anschluss daran möchten die dynamischen Aufsteiger ihre akademische Laufbahn mit einem Master oder MBA fortsetzen. Eine wachsende Zahl davon will das gern mit dem Beruf oder einer Unternehmensgründung verbinden und sucht deshalb exzellente berufsbegleitende und sehr international ausgerichtete Angebote, die auch einen Auslandsaufenthalt einschließen.
„Hier gibt es in Deutschland bislang wenige universitäre Angebote, die einen hohen akademischen Anspruch mit der notwendigen Praxisorientierung verbinden“, sagt Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Rektor der HHL Leipzig Graduate School of Management.

HHL schließt die Lücke

Die HHL ist eine der wenigen Hochschulen, an denen das mit dem Teilzeit-Master in Management bzw. Teilzeit-MBA-Programm möglich ist. „Wir leisten einen Beitrag zur Schließung der bundesweit nach wie vor großen Lücke im Bologna-Prozess“, sagt Pinkwart. Je nach beruflichem Arbeitspensum kann der Teilzeit-Master in Management in 24 bis 30 Monaten absolviert werden. Der Stoff wird an Kurswochenenden, die 1x pro Monat in Leipzig oder Köln stattfinden und in jeweils 2 Präsenzwochen pro Jahr  auf dem Campus der HHL in Leipzig vermittelt. Durch diese optimal auf den Arbeitnehmer angepasste Struktur können die Studenten weiter in ihrem Beruf arbeiten – und gleichzeitig ihrer Karriere einen Schub geben.

Sandra Osygus - HHL student„Ich habe gleich nach Abschluss meines Studiums eine ganz neue Rolle im Unternehmen angetreten“, sagt Sandra Osygus. „Ich habe nun einen Job mit sehr viel größerer Verantwortung und herausfordernden Tätigkeiten.“ Die 25-Jährige ist nach ihrem Teilzeit-Master an der HHL zum Project Executive im Outsourcing bei IBM aufgestiegen. Zuvor hatte sie dort ein Duales Studium absolviert. Besonders die vielen neuen Themen und der ständige Erfahrungsaustausch mit den Kommilitonen haben ihr geholfen, sagt sie.

Bei einem berufsbegleitenden Master trifft man Menschen aus unterschiedlichen Unternehmern, die verschiedene Perspektiven und Ideen einbringen. Das erweitert den Horizont. An der HHL haben die Studenten des Teilzeit-Masters durchschnittlich 2,5 Jahre Berufserfahrung. Gleichzeitig kann man das Gelernte direkt im Arbeitsalltag anwenden und ausprobieren.

Doppelbelastung oder Doppel-Gewinn?

Die Doppelbelastung von Studium und Beruf kann zwar durchaus anstrengend sein. Doch für die meisten Absolventen ist genau das eine lohnende Erfahrung, denn ein Teilzeit-Studium fördert so nicht nur die fachliche, sondern auch die persönliche Entwicklung. „Das Teilzeit-Studienprogramm erfordert viel Disziplin“, sagt Sandra Osygus. „Die zahlreichen Gruppenarbeiten haben meine Kommunikations- sowie Teamarbeit-Skills gefördert. Durch mein Auslandsemester in Asien habe ich außerdem meine interkulturelle Kompetenz erhöht. Das hat stark zu meiner persönlichen Weiterentwicklung beigetragen.“

Dank eines Teilzeit-Masters muss man sich nach einem Bachelor nicht mehr zwischen Beruf oder Studium entscheiden. Noch dazu dient er als Karrieresprungbrett. Das Angebot an entsprechenden Studiengängen ist bislang dennoch überschaubar. Das CHE Centrum für Hochschulentwicklung sowie der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft fordern denn auch, das Angebot an Teilzeit-Studiengängen auszubauen. Der Anteil Teilzeit-Studierender würde seit Jahren kontinuierlich zunehmen. „Der Anteil der Teilzeit-Studierenden sollte gesteigert werden; alles weist auf einen Bedarf hin, der derzeit nicht hinreichend erschlossen wird“, heißt es in der CHE-Analyse. Die HHL geht hier mit gutem Beispiel voran.

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