Bedingungslose Unterstützung

Personalleiter Timm Funke (42) ist der richtige Ansprechpartner bei der auf IT-Consulting spezialisierten mindsquare GmbH, wenn es um die Vereinbarkeit von Teilzeit-Studium und Beruf geht. Im Interview erläutert er sein Verständnis eines berufsbegleitenden Aufbaustudiums und welche Arten der flexiblen Vereinbarkeit mindsquare bietet.

 

Welche Fähigkeiten muss ein Mitarbeiter mitbringen, dass Sie ihn auf Arbeitgeberseite unterstützen?

Wir machen da grundsätzlich keinen Unterschied, es gelten die gleichen Voraussetzungen, die ein Mitarbeiter bei mindsquare auch mitbringen muss. Das sind bei einem IT-Consulting Unternehmen eine große Lernbereitschaft, der Wille zur persönlichen Weiterentwicklung und nicht zuletzt der Spaß an der IT. Unser Ansatz ist es, nicht nur sehr viel Fachliches zu vermitteln, sondern auch der persönlichen Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter einen sehr hohen Stellenwert einzuräumen. Damit fordern wir von unseren Mitarbeitern, sich stark mit den eigenen Stärken aber auch Schwächen auseinanderzusetzen und daran zu arbeiten.

Inwieweit ist die mögliche Verknüpfung von Studieninhalten mit den Arbeitstätigkeiten ausschlaggebend für die Unterstützung seitens des Unternehmens?

Hier mögliche Verbindungen zu ziehen, ist für uns nicht vordergründig. Falls die Inhalte des Studiums mit denen der Arbeit verknüpfbar sind, ist das zwar gut, es spielt für die Auswahl jedoch keine Rolle. Wir unterstützen unsere Mitarbeiter gerne bei ihrem persönlichen Studienwunsch, sehen das Ganze aber als persönliches Ziel des Mitarbeiters. Für uns zählen in erster Linie die Ergebnisse, die im Job erzielt werden und nicht, ob der Mitarbeiter einen Bachelor, Master oder Doktortitel hat.

Würden Sie folglich eine Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter in Form eines Teilzeitstudiums auch nicht in den direkten Vergleich mit einer innerbetrieblichen Weiterbildung setzen?

Exakt. Die innerbetriebliche Fortbildung ist wahlweise auf den Ausbau fachlichen Wissens oder auf die persönliche Entwicklung des Mitarbeiters zu einem noch besseren Berater ausgerichtet. Zu letzterem zählen vor allem die Förderung von Fähigkeiten wie Selbstvertrauen und Kommunikationsstärke. Das ist im Studium nur begrenzt möglich, da es sehr viel theoretischer ausgelegt ist.

Welche Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Teilzeitstudium und Beruf können Sie auf Arbeitgeberseite bieten?

Wir sind da extrem flexibel und bieten prinzipiell die Vereinbarkeit, die der Mitarbeiter sich wünscht. Unser Standardmodell sieht vor, in Vollzeit zu arbeiten, nebenbei zu studieren und für Präsenzphasen Urlaub zu bekommen. Aktuell machen fünf unserer Mitarbeiter einen Master mit fünf individuellen Abstimmungen, unter anderem das Standardmodell, ein Modell mit reduzierten Arbeitsstunden, Mitarbeiter, die in unbegrenzter Zahl unbezahlten Urlaub nehmen können oder auch Sabbaticals. Eine genaue Ausarbeitung findet jeweils zwischen mir und dem Mitarbeiter individuell statt.

Häufig ist der Wunsch einer universitären Weiterbildung seitens des Arbeitnehmers mit einer beruflichen oder persönlichen Veränderung verknüpft. Wie stehen Sie als Arbeitgeber dazu?

Den persönlichen Wunsch des Mitarbeiters, eine universitäre Fortbildung machen zu wollen, respektieren und unterstützen wir, unabhängig vom Zeitpunkt, wann dieser geäußert wird. Dieser Wunsch ist mit keinerlei Bedingungen, Veränderungen oder Wünschen seitens des Unternehmens verknüpft.

 

Eine Frage der Absprache

Über den Autor

Lis Schulz
Online Marketing Manager an der HHL