Am Puls der Zeit

Estelle Zanga, full-time M.Sc. student at HHL

Am Puls der Zeit: Das Leipziger Führungsmodell als Triebfeder des neuen Vollzeit-M.Sc. der HHL

Seit jeher bereitet die HHL Leipzig Graduate School of Management ihre Studierenden intensiv auf die Herausforderungen von Führungskräften von morgen vor. Daher ist es nur konsequent, dass der intensive, fünfjährige Diskurs mit Wirtschaft und Wissenschaft zum Thema „Führung neu denken“, der in dem kürzlich vorgestellten Leipziger Führungsmodell (LFM) gipfelte,  auch den Studierenden zugutekommen wird: Bereits ab Herbst 2017 wird das neue Vollzeit-M.Sc.-Curriculum konsequent am LFM ausgerichtet und setzt damit einen neuen Impuls in der Managementausbildung.

Warum braucht es das Leipziger Führungsmodell?

Das Leipziger Führungsmodell reagiert auf die veränderten Herausforderungen für Führungskräfte in einer stetig komplexer werdenden Welt. Mit seinen vier Dimensionen Purpose, Effektivität (Effectiveness), Verantwortung (Responsibility) und Unternehmergeist (Entrepreneurial Spirit) setzt das LFM genau dort an, lässt gleichzeitig aber ausreichend Spielraum bei Interpretation und Anwendung. Das Modell soll ein Kompass sein, um die eigene Zielerreichung besser fokussieren zu können. Es lässt gute Führung nach einem Wertbeitrag streben, der neben den Interessen des Einzelnen und der Organisation auch die Gesellschaft im Blick hat.

Der Purpose und damit die Frage nach dem Wieso/Weshalb steht dabei klar im Zentrum. „Damit ich als Manager erfolgreich sein kann, muss ich mir auf persönlicher, psychologischer und unternehmerischer Ebene klar darüber werden, was ich eigentlich erreichen möchte. Dies ist Ausgangspunkt und treibende Kraft sämtlichen Handelns und sollte andere inspirieren“, konstatiert Patrick Echle, Studierender im Vollzeit-M.Sc. Gemeinsam mit Kommilitonen hat Echle die Führungsansätze anderer Business-Schools sowie Best-Practice-Beispiele analysiert und daraus Verbesserungspotentiale und Weiterentwicklungsmöglichkeiten für das LFM abgeleitet. „Die traditionellen Managementmodelle sind zu eng gefasst – deshalb bin ich dankbar für das Leipziger Führungsmodell“ resümiert auch der Soziologe und ehemalige Stiftungsratspräsident der Novartis Stiftung, Prof. Dr. Klaus M. Leisinger.

Was bedeutet die Neuausrichtung des Studiengangs im Detail?

Die Kernmodule des Studiums orientieren sich künftig an den vier Dimensionen des neuen Führungsmodells. Die Herausarbeitung von Konflikten und Potentialen zwischen den verschiedenen Dimensionen des Modells sowie die kritische Auseinandersetzung mit etablierten Ansätzen erfolgt vertiefend in zwei weiteren Kernmodulen des Lehrplans. Mit den ergänzenden Wahlmodulen wird den Studierenden die Möglichkeit geboten, sich konkret auf die Herausforderungen der Praxis in der gebotenen theoretischen Tiefe auseinanderzusetzen. „Interdisziplinarität und die kritische Auseinandersetzung mit den wissenschaftlichen Inhalten sind Kompetenzen, die mit dem neuen M.Sc.-Programm noch stärker gefördert werden sollen“, betont Prof. Dr. Henning Zülch, Akademischer Leiter der M.Sc.-Programme. Aus dem akademischen Beitrag des LFM soll im Studium durch praktikable Anwendung, Gruppendiskussionen und Fallstudienarbeit der Mehrwert deutlich werden. Mit der Master-Thesis wird das Programm abgerundet.

 

Estelle Zanga, Studierende im Vollzeit-M.Sc. der HHL, sieht das LFM vielschichtig in den neuen Studiengang eingebettet. Zum einen durch die klassische Lehre, in der durch die Interdisziplinarität der Blick für aktuelle und künftige Megatrends geschärft wird. Zum anderen durch den Auslandsaufenthalt und das Praktikum, die nach wie vor fester Bestandteil des Vollzeit-M.Sc. sind. Dadurch könne das LFM in Projekten oder Praktika direkt in der Praxis angewandt werden und durch den Austausch mit anderen das eigene Netzwerk und die eigene Perspektive davon profitieren.

Auch Echle ist sich sicher: „Das Leipziger Führungsmodell gibt dem M.Sc. einen modernen, strukturierten Rahmen und macht Führung anschaulicher. Das Studium ist trotz der Neuorientierung und Anlehnung an das Modell weiterhin breit aufgestellt.“ Erreicht wird dies durch die Vermittlung eines betont integrierten General-Management-Ansatzes mit der Möglichkeit der Vertiefung in ausgewählten Spezialgebieten. Ein besonderer Wert wird zudem auf die enge Verknüpfung von Forschung und Praxis sowie eine betont internationale Ausrichtung gelegt. Mit dem Leipziger Führungsmodell macht die HHL ihre Studierenden fit für die Zukunft, indem sie neue Anforderungen an die Führung und das Management von Organisationen sowie neue wissenschaftliche Methoden in Forschung und Lehre vermittelt.


Pluspunkte: das neue Vollzeit-M.Sc.-Curriculum

  • Kritische Auseinandersetzung mit Führungsfragen im gesamten M.Sc.-Studium
  • Verantwortung und Entrepreneurial Spirit interdisziplinär in verschiedenen Vertiefungsfächern zu finden
  • Aneignung von Werkzeugen effektiver Unternehmensführung
  • Mehr Zeit auf dem HHL-Campus, um tiefer in Theorie und Praxis einzudringen
  • Vertiefung in den Spezialisierungen (electivs)
  • Zeitliche Flexibilität bei der Durchführung des Auslandsterms und Praktika

 

Über den Autor

Lis Schulz
Online Marketing Manager an der HHL